Allgemein:


Bögen in Linienzügen können auf 3 Arten codiert werden:

tangentiale Bögen: das aktuelle Linienzugsegment wird als tangentialer Bogen zum vorhergehenden Linienzugsegment gezeichnet
(siehe auch Beispiel Linienzug_001)

Vorteile:

bei eindeutigen Geometrien wird ein gefälliges Bild des Linienzuges erzeugt.

einfache Codierung

Nachteile:

bei sehr großen Radien kann sich eine Folge von tangentialen Bögen aufschwingen

bei sehr kurzen Abständen der Messpunkte kann sich eine Folge von tangentialen Bögen aufschwingen

ein Linienzug kann nicht mit einem tangentialen Bögen beginnen (das erste Segment würde dann automatisch in ein Liniensegment gewandelt werden)

(siehe auch Beispiel Linienzug_006)

Bögen über 3 Punkte

(siehe auch Beispiel Linienzug_002)

Vorteile:

Das Bogensegment wird exakt über 3 Punkte dargestellt wie gemessen

es können nicht tangential aufeinander folgende Bögen abgebildet werden  (siehe Beispiel Linienzug_002 - Punktnummer 1009)

ein Linienzug kann direkt mit einem Bogen über 3 Punkte beginnen

Nachteile:

Bei mehreren Bögen hintereinander können die Übergänge eckig erscheinen, da keine tangentialen Übergänge

Bei numerischer Codierung muss eine zusätzliche Codierung in REM 2 eingegeben werden ("1-")

ausgerundete Bögen

Vorteile:

auch bei nicht ganz eindeutigen Geometrien wird ein relativ gefälliges Bild des Linienzuges erzeugt.

gut geeignet zur Darstellung von nicht eindeutigen Geometrien, wie z.B. Gebüschlinien

Nachteile:

es werden durch AutoCAD / BricsCAD automatisch mathematische Stützpunkte im Zuge einer Kurvenangleichung hinzugefügt

es entstehen keine LW-Polylinien, sondern 2D-Polylinien

wenn die 2D-Polylinien in LW-Polylinien konvertiert werden, dann werden aus den mathematischen Stützpunkten echte Stützpunkte, an denen aber kein Messpunkt vorhanden ist.


Übersicht Beispiele