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AutoCAD Magazin



Ziemlich regelmäßig werden im AutoCAD & Inventor-Magazin LISP-Programme von Bosse-engineering veröffentlicht. Die Themen sind vielfältig, auch wenn der Schwerpunkt des Öfteren hin zum Vermessungswesen tendiert. Viele dieser Tools können die tagtägliche Arbeit mit AutoCAD ein wenig erleichtern. Sollten Sie Interesse an einem solchen Tool haben wenden Sie sich bitte an die Redaktion vom AutoCAD & Inventor-Magazin:


Wenn Sie bereits Abbonnent des Magazins sind und somit auch die Tool-CD's erhalten haben, dann können Sie sich natürlich mit Fragen, Änderungs- oder Weiterentwicklungswünschen auch direkt an Jörn Bosse wenden.


Ältere Jahrgänge
6/20: MusterBlock - Blockdefinitionen umbenennen oder kopieren.
Beim Erstellen von Vorlagendateien werden oftmals sich ähnelnde Blockdefinitionen erstellt, z.B. Schächte mit verschiedenen Größen:
Schacht01 => 1,64 x 0.93m
Schacht02 => 0.90 x 0.90m
Schacht…
Wenn ein Schachtblock bereits erstellt ist muss für eine Abwandlung dieser Block unter einem anderen Namen gespeichert werden, dann kann im Block-Editor die Geometrie angepasst werden.


Eine einfache Art wäre es, den Block in eine leere Datei zu kopieren, dort den Blocknamen mit dem Befehl UMBENENN zu ändern, im Block-Editor die Geometrie anzupassen und dann den Block in die ursprüngliche Datei zurück zu kopieren.
Das Programm „MusterBlock“ kann genau diese Aufgabe erledigen. Es wird ein Block in der Zeichnung gepickt, der neue Name wird eingegeben. Es wird die alte Blockdefinition als Kopie unter dem neuen Namen gespeichert, optional wird der neue Block als Kopie des alten Blocks neu platziert. Das Programm kann auch dafür verwendet werden, nur einen Block zu picken und dessen Blocknamen zu ändern.

5/20: ProfilKoerper - Profilköper aus geschlossener Polylinie und Pfad erstellen.
Im Vermessungswesen werden oftmals Achslinien von länglichen Bauteilen (z.B. Holzbalken, Stahlträger usw. aufgemessen. Die Achsen werden dann entweder durch ein Programm eingelesen und automatisch gezeichnet oder auch manuell, durch die Verbindung der Messpunkte. Um die Bauteile dann für weitere Verwendung in Volumenkörper zu wandeln müssen diese, sofern keine entsprechende Applikation zur Verfügung steht, ebenfalls manuell mit den 3D-Funktionen und -Möglichkeiten von AutoCAD erstellt werden.

Das Programm „ProfilKoerper“ ist da eigentlich nur ein kleines Hilfsprogramm. Es können Profile definiert werden, z.B. das Profil eines Holzbalkens oder eines Stahlträgers. Diese Profile werden dann an den AutoCAD-Befehl „anheben“ weiter gereicht, d.h., es wird eine Linie als Pfad ausgewählt, und aus dem Pfad und dem Profil wird der extrudierte Volumenkörper erstellt. Bei der Definition der Profile wird ebenfalls ein Basispunkt gespeichert, so dass eine Linienachse z.B. zentrisch unten, zentrisch oben oder auch links oder rechts liegen kann. Wenn der Basispunkt aber nicht zentrisch definiert ist, dann muss bei der Auswahl der Pfadlinie auf die Seite geachtet werden. Das Profil wird immer auf der Seite der Linie begonnen, die dem Pickpunkt am nächsten liegt. In den gespeicherten Profilen werden auch noch die Layerdefinitionen der ausgewählten Musterpolylinien gespeichert, damit diese Layer, sofern nicht vorhanden, vor Erzeugung derm Volumenkörper, erstellt werden können..





Hinweis: in diesem Programm ist ein Fehler enthalten, wodurch die Option "Text mit Höhe" nicht funktioniert. Wenn Sie nachweislich Abonnent des AutoCAD-Magazins sind, dann kann ich Ihnen die aktualisierte Lisp-Datei zukommen lassen.

4/20: CommandRepeater - Command-Befehle mit voreingestellten Eigenschaften.
Um effektiv mit AutoCAD zu arbeiten hilft die Befehlswiederholung, ein Rechtsklick mit der Maus oder die ENTER-Taste, der vorhergehende Befehl wird sofort wieder gestartet. Wenn verschiedene Befehle im Wechsel erfolgen, z.B. Linie, Bogen, Linie, Bogen, kann über das Kontextmenü der rechten Maustaste die Liste der zuletzt verwendeten Befehle aufgerufen werden. Damit kommt man auch noch ziemlich schnell an die Befehle. Wenn es aber darum geht, für diese Befehle bestimmte Eigenschaften mitzugeben, z.B. sollen die Linien auf dem Layer „Strich“ und die Bögen auf dem Layer „Kurve“ gezeichnet werden, dann kann man den Layer vor dem Befehl auf aktuell stellen, oder aber im Nachgang die gewünschten Layer für die bereits erstellten Objekte zuweisen.

Das Programm „CommandRepeater“ ist eine Mischung aus beiden Arbeitsweisen. Aus vorhandenen Objekten kann eine Liste mit den objektspezifischen Eigenschaften erzeugt werden. Zudem wird der zu verwendende Befehl in der Liste gespeichert (z.B. LINIE). Wenn zu dem Listeneintrag der Befehl gestartet wird, dann werden im Vorfelde die Systemvariablen so eingestellt, dass das neue Objekt sofort bei Erzeugung auch die entsprechenden Eigenschaften erhält. Wenn der Befehl beendet ist, dann werden die Einstellungen wieder zurückgesetzt.

Die gespeicherten Eigenschaften können auch in einer neuen Zeichnung verwendet werden, wenn ein gespeicherter Layer, Textstil, Linientyp oder Bemassungsstil in dieser Zeichnung noch nicht existiert, dann wird er vor dem Start des Befehls erzeugt.





3/20: QuickMove - Schnelles Schieben von Objekten
Wenn in einem Plan automatisiert Objekte aus einem Aufmaß erstellt werden sind in der Regel Nacharbeiten durchzuführen. Es stehen oftmals Texte oder Attribute übereinander. Diese müssen auseinandergezogen, also freigestellt werden, so dass der Plan wieder lesbar wird. Als klassisches Beispiel für eine solche Situation gilt sicherlich ein Höhenplan, alle Höhen müssen auf eine freie Position geschoben werden. Mit AutoCADBordmitteln kann man die Objekte selektieren und dann anhand der Griffe schnell auf Position schieben. Allerdings ist es nicht möglich, z.B. eine bestimmte Menge von Attributen gleichzeitig zu schieben. Zudem sind es eine Vielzahl an Aktionen, die ausgeführt werden müssen: Objekte picken, dann in den entsprechenden Griff picken zum Schieben des Objektes, danach mit ESC die Auswahl wieder aufheben.

Mit dem Programm „QuickMove“ können alle Objekte schnell geschoben werden, anpicken, neue Position picken usw. Wenn mit dem Programm ein Attribut gepickt wird, dann wird nur das Attribut geschoben, wenn zu dem gepickten Attribut eine Attributgruppe definiert ist, dann werden alle Attribute der Gruppe in einem Arbeitsgang geschoben. Während des Schiebens gibt es zusätzliche Optionen:
  • Texte, Attribute: Bezugslinie
  • Einzelnes Attribut: Attributwert löschen
  • Blockreferenzen: Bezugslinie
  • Alle Objekte (außer Attribute): Objekt löschen

Einschränkung: bei dem Programm „QuickMove“ wird der Objektfang komplett ignoriert.




2/20: Polylinien - Richtungen (Erstellung von Richtungspfeilen)
Polylinien können in AutoCAD über den Befehl PEDIT in der Richtung umgedreht werden. So eine Richtungsänderung ist z.B. dann notwendig, wenn aufbauenden Berechnungsprogramme eine definierte Drehrichtung verlangen. Als Beispiel aus dem Vermessungswesen sei da die Erstellung eines DGM’s genannt, oftmals setzen Programm voraus, dass z.B. der Außenrand linksdrehend und die Innenränder rechtsdrehend sind.

Das Problem ist dabei aber die Sichbarmachung der Polylinienrichtung. Man kann sich über das Eigenschaftenfenster oder über den Befehl PEDIT von Stützpunkt zu Stützpunkt bewegen, damit man sieht, welche Drehrichtung die Polylinie hat.

Mit dem Programm „PolyRichtung“ können für 2D-Polylinien und LW-Polylinien Richtungspfeile pro Polylinien-Segment erstellt werden. Wenn zusätzliche Stützpunkte durch eine Kurvenanpassung vorhanden sind können diese durch separate Pfeile in einer anderen Farbe dargestellt werden (bei diesen zusätzlichen Stützpunkten ist kein AutoCAD-Griff vorhanden!)

Zudem ist eine Funktion vorhanden um die Drehrichtung zu ändern, durch die Richtungspfeile ist die Änderung sofort sichtbar. Wenn die Richtungspfeile nicht mehr benötigt werden können diese mit einer enthaltenen Funktion wieder gelöscht werden



Abbildung:
1 = Hauptstützpunkte einer ausgerundeten 2D-Polylinine, diese werden auch mit AutoCAD-Griffen dargestellt.
2 = zusätzliche Stützpunkte, die nicht mit Griffen dargestellt werden und somit mit Bordmitteln von AutoCAD unsichtbar sind.
Pfeile (magenta): gehen von Stützpunkt zu Stützpunkt und geben die Richtung der Polylinie an.
Pfeile (grün): verweisen auf die zusätzlichen Stützpunkte in der Polylinie, die durch eine Kurvenanpassung entstanden sind.
1/20: Zeichnungsreihenfolge von Objekten mit Hilfe von Layerfiltern.
Bei Verwendung von Schraffuren, speziell SOLID-Schraffuren ist die Zeichnungsreihenfolge sehr wichtig, damit z.B. keine Objekte durch eine Schraffurfläche verdeckt werden.

Mit dem Programm „ObjektReihenfolge“ können Filterlisten erstellt werden. Pro Listeneintrag kann ein Layerfilter für Objekte festgelegt werden, zusätzlich die Option „alle Objekte“, „nur Schraffuren“ oder „nur SOLID-Schraffuren“. Als weitere Option ist „oben“ oder „unten“ zu wählen um festzulegen, ob die Objekte in der Zeichnungsreihenfolge nach oben oder unten gelegt werden sollen. Bei gleichen Listeneinträgen „oben“ oder „unten“ ist die Listenreihenfolge entscheidend, welche Objekte z.B. ganz nach oben kommen, welche an zweitoberste Stelle usw.


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